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Heinz Ditsch und Max Gruber haben zusammengefunden, um an eine uralte künstlerische Tradition dieser Stadt anzuknüpfen – die Verbindung von Poesie, Musik, Performance und Modernität, die mit Namen wie Abraham a Sancta Clara, Nestroy, Bayer, Artmann und Jandl untrennbar verbunden ist.
In dieser Tradition stand das legendäre Ensemble „Des Ano“, mit dem Gruber das Kunststück fertigbrachte, ein eigenes Genre zu definieren: RAP als „Rhythmisch Ausgeführte Poesie“. „DIE ZEIT“ schrieb, Gruber wäre der „neue Hauspoet der schwarzen Wiener Schule der Trauer, der Melancholie, der Musikalität, der lauernden und manchmal zeternden Gemeinheit.“ Elke Heidenreich fand im bösen „Kleinen Mann“ ihr Lieblingsstück. Mit dem neuen Programm „Song to Myself“ wird diese Tradition fortgeführt.
Heinz Ditsch, Akkordeonist beim Kollegium Kalksburg, findet zu seiner alten Liebe, dem Jazz, zurück und leitet ein klassisches Klaviertrio. Schlagzeuger Georg Edlinger und Kontrabassist Sascha Lackner, stellen ihre stilistische Vielseitigkeit unter Beweis.
Mit Max Gruber als Rezitator, werden alle Formen der Begegnung, Verschmelzung und Konfrontation zwischen Musik und Sprache ausgelotet.
Eine Musik, die so beredt ist wie die Sprache musikalisch. „Song to Myself“ erzählt von den Schwierigkeiten, im Leben zu großer Form aufzulaufen und die Ursachen für die eigene, hart erarbeitete Bedeutungslosigkeit zu erforschen. Als musikalisch-literarische tour de force, die zwischen Konzert, literarischer Performance, Sprechoper, Theaterabend, hohen Leberwerten und tiefer Melancholie oszilliert und auch Augenblicke „verantwortungsloser Heiterkeit“ (© Karl Kraus) nicht scheut. (Pressetext)

Herausgegeben von Otto Brusatti, echo medienhaus. Buch ISBN: 9783903989573
Wie erweist man einem Franz Kafka, und noch dazu zu dessen 100. Todestag, die Reverenz? Er hat die Literatur geprägt wie wenige. Kaum eine Schriftstellerin/Poetin, kaum ein Schriftsteller/Poet, ja kaum Künstlerinnen oder Künstler sonst können sich seinem Geschriebenen entziehen. Herausgeber Otto Brusatti hat es gewagt und bat 17 Künstlerinnen und Künstler um ihren persönlichen Beitrag zu Franz Kafka. Die Form sollte keine entscheidende Rolle spielen. Es konnte sich um eine Erzählung, eine Novelle, eine Parabel handeln, aber um kein dramatisches Stück und auch keine etwa Weiterformulierung oder gar Fortschreibung eines Kafka-Torsos (so es den dichterisch bei ihm überhaupt gibt); aber Kafka sollte Anstoß, geheime Idee, gar Vorbild dafür sein. Theodora Bauer, Arno Geiger, Max Gruber, Monika Helfer, Bodo Hell, Paulus Hochgatterer, Franz Hohler, Radek Knapp, Natasha Korsakova, Thomas Macho, Kurt Palm, Rafik Schami, Stefan Slupetzky, Edgar Tezak, Renate Welsh und Anton Zeilinger erklärten sich zu einen Beitrag bereit. Das Ergebnis kann in diesem Band nachgelesen werden: Die Beiträge sind höchst unterschiedlich. Fast niemand aber konnte oder wollte sich Kafka-Vorbildern (vor allem aus manchen Erzählungen oder aus dem Roman „Der Prozeß“) entziehen.